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Mittwoch, 9. Juli 2008

zurueck in Hanoi

Frueh am Morgen erreichte ich den Bahnhof von Hanoi. Die Muedigkeit steckte in meinen Beinen. Ich lief die Strasse zu meinem Hotel entang. Gerne haette ich mich dazugelegt.
Es war gerade mal 7 Uhr morgens und konnte nicht fassen, was hier los war. Rund um den See machten die Leute Fruehsport. Sie joggten um den See herum, machten Aerobic oder spielten Fussball und Badminton.
Auf dem Weg zu meinem Hotel wurde ich angesprochen, ob ich den nicht ein Hotel suche. Ich liess mir die Visitenkarte geben und versprach darueber nachzudenken. In meinem alten Hotel angekommen, bekam ich sofort die Rausschmisskarte. War auch besser so, nachdem der Typ mich mit der Halong Bay abgezogen hat. Ich hatte ja ne neue Adresse bekommen, zu der auch sofort lief. Ich bekam ein nettes Zimmer, von dem ich einen tollen Blick auf die Stadt bekam.Zudem war die Gegend viel schoener. Ich befand mich wieder in dem Asien, welches ich mir immer vorstellte.
Ich hatte nur noch wenige Tage, bis zur meiner Abreise nach Australien. Ich fuehlte mich wie ein Toilettentier.Ich besichtigte das Mausoleum Gelaende von Ho Chi Minh......und die Einsaeulenpagode.
Hier, an diesen touristischen Plaetzen, bekam ich endlich Postkarten. Ueberall in der Stadt suchte ich vergebens nach Postkarten. Hier befanden sich bestimmt fast 10 Postkartenstaende. Ich wurde von Tag zu Tag nervoeser. Ein Bleiklumpen lag in meinem Bauch. Am 8. July checkte ich schliesslich aus meinem Hotel aus und fuhr mit dem Taxi zum Flughafen. Ein Flugzeug von Singapur Airlines brachte mich am 7. July von Hanoi nach Singapur.

Freitag, 4. Juli 2008

Hanoi

Am 30. Juni erreichte ich mit dem Bus Hanoi. Ich suchte mir als erstes ein Hotel. Das stellte sich als sehr schwierig heraus. Entweder waren die Zimmer voll oder sie waren zu teuer. Das eine Zimmer, welches ich fand, war ganz nett, doch es befand sich direkt unter dem Dach. Es war eher eine Abstellkammer als ein Zimmer. Ich konnte mich nicht entscheiden. Ich lief von Hotel zu Hotel herum und fragte nach Zimmern. Mit Glueck hoerte ich von einem guenstigen Hotel. Dort angekommen, bekam ich ein nettes Zimmer mit einem Fernseher. Einfach, guenstig und relativ sauber. Mehr brauchte ich nicht. Stimmt nicht. Ich hatte Hunger und wollte etwas Fruehstuecken. Nur schwerfaellig fand ich eine Brotverkaeuferin. Auf einen Berliner Doener verzichtete ich sofort.
Als ich mein Zimmer hatte, lief ich in der Stadt umher, damit ich meine ersten Eindruecke sammeln konnte.
Abends besuchte ich ein indisches Restaurant. Die Rechnung spraengte mein Budget. Zudem kamen auch noch 10% Steuern drauf. Ich hatte einfach Appetit darauf. Auf dem Heimweg wunderte ich mich, dass die Gehsteige schon um 21 Uhr hochgeklappt werden. Seltsame Hauptstadt. Noch seltsamer wurde es, als ich am Morgen Fruehstuecken wollte. Die Geschaefte um mein Hotel waren alle geschlossen. Ich lief die Strassen umher, auf der Suche nach einem Sandwich Platz. In Saigon gab es ueberall auf der Strasse etwas zu essen. Muss wohl der Einfluss aus China sein. Schliesslich fand ich ein kleines Strassenrestaurant und bekam nun endlich meine Schnitten und einige als Staerkung fuer den Tag. Ich wollte naemlich umherlaufen und einige Museen besuchen. Als erstes lief ich zu einem Platz, an dem Kriegsmaterial aus dem Vietnamkrieg ausgestellt wurde.
Noch mehr wurde das Thema im Historic Museum thematisiert. Ich lernte immer mehr ueber den Vietnamkrieg und finde es sehr erschreckend, was hier damals abgelaufen war. Genau vor dem Museum befand sich ein Mann, der an seiner Bong zog. Erst war er erschrocken, als ich ein Foto von ihm machte. Doch dann war es ihm gleichgueltig.
Nachdem die ersten Tage fuer Kultur draufging, wollte ich 2 Ausfluege rund um Hanoi machen. Zum einen wollte ich zur Halong Bay und dann nach Sa Pa. Die Halong Bay befindet sich oestlich von Hanoi und zaehlt zu den Highlights in Vietnam bzw. auf der Welt. Ich wollte unbedingt eine 3taegige Tour auf einem Boot machen. Ich lief mehrere Tage in der Stadt umher und verglich die Angebote und die Preise. Eines wurde mir schnell bewusst, dass ich bei Sinh Cafe nichts buchen werde. Ich hatte mich fuer einen Anbieter entschieden und wollte gerade mein Geld aus dem Hotel holen, als der Typ vom Hostel mich auf eine Tour ansprach. Ich liess mich breitschlagen und hoerte mir sein Angebot an. Er erzaehlte mir bestimmt 30 Minuten lang, wie die Tour stattfinden wird. Jeder einzelne Tag wurde genaustens beschrieben. Ich stellte immer mehr Fragen und wurde immer begeisterter. Schliesslich sagte ich ihm zu und buchte bei ihm fuer den naechsten Morgen. Frueh morgens wurde ich dann mit dem Kleinbus abgeholt. Die 4stuendige Fahrt fuehrte mich zuerst zu einer Verkaufsfabrik. Das Uebliche in Asien. Ich sprach den Guide an, weil er im Bus etwas seltsames zu der Tour gesagt hatte. Seine Beschreibung haute ueberhaupt nicht mit der Beschreibung von meiner Tour zusammen. Er meinte zu mir, dass wir es alles klaeren werden, wenn wir vor Ort waeren. Ich vertraute ihm und liess mich zum Hafen bringen. Ab jetzt ging alles nur noch krass ab. Duzende Leute stander herum und wurde je nach Tourtageslaenge in Gruppen gestellt. Ich versuchte nun mit dem Guide ein Gespraech aufzubauen, doch er lief staendig davon, weil er keine Zeit hatte. Es nervte mich und machte mich wuetender. Irgendwann hiess es, dass wir das Boot getreten sollen. Statt der Gruppenstaerke von 10 Leuten waren bestimmt 30 bis 40 Leute an Board. Mir ging es alles zu weit. Ich wollte mein Geld zurueck und dann den naechsten Bus zurueck nach Hanoi nehmen. Er hatte kein Geld und meine Quittung hatte er auch nicht mehr. Der Caiptain wollte ablegen, doch ich sagte ihm, dass ich nicht mitfahren werde. Inzwischen hatte der Guide in meinem Hotel angerufen. Als Antwort fuer meine Beschwerde meinte er nur, dass alle mit der Tour zufrieden waren. Ich wollte aber nicht an dieser Tour teilnehmen, weil ich ganz besondere Buchten sehen wollte, die nicht in jeder Tour enthalten sind. Er verstand es nicht und legte auf. Ich bestand auf eine Quittung, die mir der Guide auch nicht geben wollte. Die Situation begann immer mehr zu entgleisen, dass Gaeste sich immer mehr einschalteten. Ich sagte ihnen, dass ich das Boot sofort verlassen werde, wenn ich ne Quittung erhalte. Schliesslich bekam ich sie und das Boot konnte ohne mich ablegen. Spaeter erfuhr ich von einer Frau auf der Strasse, die mit auf dem Boot war, dass die Tour schrecklich war. Ich nahm ein Moto zum Busbahnhof. Dann einen Bus bis nach Hanoi und dann mit einem anderen Moto zu meinem Hotel. Der Typ befand sich im Hotel. Ich konnte also sofort mit ihm sprechen. Ich war so muede und genervt, dass ich nicht lange fackeln werde. Ich wollte all mein Geld + Transportkosten erstattet bekommen. Ich wollte mit dem Geld eine neue Tour buchen. Es war 18.50 Uhr und ich gab ihm 10 Minuten. Ich sagte ihm, dass ich mich dann nicht bremsen koennte. Ich spuerte, dass er immer nervoeser wurde. Ich nahm meinen Ring ab und richtete meine Hose. Er fragte mich, was das soll. "Ich habe doch gesagt, dass ich um 19 Uhr mich nicht mehr bremsen kann!" Meine Show wirkte immer besser. Aus den 50% wurden 100% und aus den 100% wurden 100% + Rueckfahrtticket. Schliesslich gewann ich das Pokerspiel und konnte mich nun auf neue Toursuche gehen. Diese war nicht erfolgreich. Fuer meine tollen Buchten, braucht man eindeutig mehr Zeit. Also musste ich das Kapitel Halong Bay schliessen. Wenn es so sein soll, dann ist es eben so. Ich konzentrierte mich nun auf die Sapa Tour. Ich kaufte mir 2 Zugtickets, die es komischerweise nicht im Bahnhof zu kaufen gibt. Am naechsten Tag fuhr ich abends zum Bahnhof und suchte nach meinem Zug nach Sa Pa.
Ich fand ihn und hoffte, dass mein Zugticket wirklich bessere Klasse war. Es gab naemlich auch Holzklasse. Nochmal Glueck gehabt, bezog ich mein Bett auf Raedern.
Dann ging es schon los und ich fiel in einen tiefen Schlaf.

Montag, 30. Juni 2008

Hue

Am 29. Juni kam ich mit dem Bus in Hue an. Ich suchte mir ein Hotel und bekam nur mit Druck ein einfaches Zimmer zu einem vernuenftigen Preis. Die Stadt ist vor allem für die alten Königsgrabstätten bekannt. Die Koenige hatten ihre Gräber um die Stadt herum verteilt. Heute kann man diese zu einem hohen Eintrittspreis besichtigen. Entweder durch eine Tour vom Hostel aus oder auf eigene Faust. Das eine war mir zu teuer und das andere war wahrscheinlich zu schwierig. Kurz entschlossen entschied ich mich, einen Chauffeur zu suchen, der mich umherfaehrt. Alleine haette ich den Weg wahrscheinlich nie gefunden. Strassenschilder sucht man hier vergebens. Der Fahrer fuhr mich durch kleine Strassen und Reisfeldern. Als erstes fuhren wir zum Grab, das man kostenlos angucken kann. Richtig umgehauen hat mich das aber nicht.
Es war alles recht nett und mit Touristen ueberfuellt. Da die anderen Graeber hohes Eintrittsgeld verlangen, suchte ich mir einige Graeber aus. Sie waren alle nicht so beeindruckend. Ich machte keine Fotos und langweilte mich sehr. Da fand ich die Strassenhaendler mit den bunten Raeucherstaebchen interessanter.
Nur das letzte Grab emtschaedigte fuer den ganzen Tag auf dem Motorrad. Eine grosse Treppe fuehrte zum Grab vom alten vietnamesischen Koenig. Die Anlage dominierte mit Prunk, aber auch mit viel Stil.
Am Nachmittag gings wieder zurück zur Innenstadt. Lustig fand ich diesen Garten... ...und eklig diese Produkte im Laden. Probieren geht über studieren. Aber nicht mit mir in Vietnam! Eigentlich wollte ich länger in dieser Stadt bleiben, aber aufgrund der Fußball WM in Duetschland waren die Busse am nächsten Tag voll ausgebucht. Es gab nur noch heute abend einen Platz oder erst in ein paar Tagen. Also mußte ich schon wieder Abschied nehmen. Bevor der Bus kam, ging ich noch ein wenig in der Stadt spazieren und besuchte die grosse Festung. Via Email bekam ich aus Deutschland die Mitteilung, dass Uta und Joe (Tante und Onkel von meiner Halbschwester) bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Der Absturz wurde in den naechsten Tagen in verschiedenen Zeitungen erwaehnt. Ich habe sie zwar kaum gekannt, jedoch ging es mir sehr nahe. In Gedanken bei Ihnen nahm ich am Abend den Bus nach Hanoi.

Sonntag, 29. Juni 2008

Hoi An

Am 27. Juni kam ich gegen 6 Uhr morgens in Hoi An an. Unser Bus stoppte genau vor einem Hotel, aber ich wollte nicht hier aussteigen bzw. hier einchecken. Deshalb fuhr ich noch ein wenig weiter. Mit einem Typen im Bus wollte ich ein guenstiges Doppelzimmer finden. Kaum waren wir ausgestiegen, sprach uns jemand an. Fuer 7 Dollar die Nacht koennten wir in schoenes Hotelzimmer bekommen. Wir fragten extra nochmal nach, ob es denn wirklich 7 Dollar sind und nicht pro Person. Dann fuhren wir mit 3 Motos zum Hotel. Das Hotel war super, elegant und sah teuer aus. Es hatte sogar einen Swimming Pool. Wir hatten wohl den Jackpot geknackt? Ich wollte mir auch etwas von Hoi An anschauen und nicht den Tag am Pool verbringen. Hoi An ist fuer ihre Altstadt beruehmt, aber auch fuer die Tempelanlage "My Son", 40 km suedwestlich. Und genau diese Tempelanlage wollte ich mir zuerst anschauen. Ich lieh mir ein Motorrad aus und machte mich auf den Weg. An gruenen Reisfeldern...
... ging es immer weiter voran. Die Strecke war wirklich toll und verleitet staendig zum Anhalten. Wenn ich mal den Weg nicht wusste, fragte ich mich durch. In diesem Restaurant hatten sie wohl noch nie ne Auslaender gehabt!?! Ich bestellte mir einen eiskalten vietnamesischen Tee.In einer Strasse hatte die Bewohner Gewuerze und Lebensmittel in die Sonne gelegt, damit diese trocknen. Spaeter werden diese in grosse Saecke verpackt und abgeholt. Hier sortierte die Frau gerade rote Chilischoten. Sie guckte nicht sehr erfreut.Aber dann fing die Frau an zu lachen.Ich wusste erst nicht warum. Eine andere Frau kam mit einer Sichel an und deutete an, dass sie mich koepfen will. Was fuer ein Humor? Die ganze Familie kam vorbei und liessen sich zum Schluss fuer ein Gruppenfoto ueberreden.
Dann schliesslich erreichte ich die Tempelanlage. Ich sollte mein Motorrad am Eingang abstellen und einen relativen hohen Parkpreis bezahlen. Ich kannte inzwischen die Preise und sah, dass die Einheimischen auch nicht mehr bezahlen. Schliesslich durfte ich das Motorrad zum normalen Preis abstellen. Nachdem ich den Eintritt beglichen habe, wurde ich in einem alten US-Armeejeep zur Tempelanlage gebracht. Ich lief gespannte umher und schaute mir alles an.
Das Gebiet soll Minenverseucht sein. Dadurch blieb ich ganz klar auf den ausgeschilderten Wegen. Waehrend des Vietnamkrieges warfen die US-Streitkraefte auch hier Bomben ab und beschaedigten die alten Tempel. Mit dem Motorrad gings wieder zurueck zur Stadt. Ich hatte mir den Weg gemerkt und es ging alles gut. Am Abend ging ich in die Altstadt und suchte ein Restaurant, welches mir ganz doll empfohlen wurde. Schliesslich fand ich das Familienrestaurant und probierte die Koestlichkeiten aus. Die Bedienung, die Tochter, war nicht sehr freundlich. Im nachhinein erfuhr ich warum. Ich hatte es mir auch schon gedacht. Sie muss den ganzen Tag arbeiten und ist abends natuerlich total fertig und muede. Da faellt einem das Laecheln schwer, besonders, wenn ein Gast nicht weiss, was er essen will. Was es alles gibt!?! Am naechsten Morgen besuchte ich vormittags die Altstadt, bevor ich den Bus nach Hue nahm. Die Altstadt, mit den alten Haeusern, soll das Highlight sein.
Ich fand sie recht nett, aber es wirkte alles viel zu touristisch. Fast in jedem Haus befand sich ein Geschaeft mit Souvenirs. Ich lief zur japanischen Bruecke, die die Japaner bauten, weil sie glaubten, dass hier der Drache sein Herz hat. Der Drache loest naehmlich mit dem Schwanz in Japan Erdbeben aus.
Die Bruecke, als Schwert, soll ihn toeten. Die Bruecke wurde im Jahr des Affens gebaut.
Danach lief ich erst zum Marktplatz......und dann zum Hafen. Ich guckte den Arbeitern bei der Arbeit zu.Puenktlich erreichte ich am Nachmittag von Bus nach Hue und wusste, dass es nichts bringt, so lange in dieser Stadt zu verbringen.