Mit dem Nachtbus kam ich am 1. November, um 8 Uhr morgens, endlich in Santiago de Chile an, nachdem ich in Puerto Montt 10 Stunden auf den Bus warten musste. Mit in dem Bus sass der Kanadier Douglas, den ich auf der Navimag Faehre kennengelernt hatte. Gemeinsam nahmen wir die Metro und fuhren zu unserem ausgesuchten Hostel. Zum Glueck war heute Sonntag. Die Metro war um 8 Uhr morgens relativ leer. Als wir die Strasse vom Hostel endlich gefunden hatten, wunderten wir uns, dass das Hotel von aussen nicht wie ein Hotel aussieht. Kein Schild verweist auf das Hotel. Noch mehr habe ich mich gewundert, als ich merkte, dass die Leute vom Hostel fast alle nur Deutsch sprachen. Sie studieren ausgerechnet Deutsch und unterhalten sich die ganze Zeit auf Deutsch, damit sie die Sprache noch mehr festigen. Damit wir unsere Zimmer bekamen, mussten wir noch einige Stunden warten, bis die Betten gemacht wurden. In der Lobby machten wir es uns gemuetlich und schrieben beide stundenlang an unserem Blog. Als wir es endlich geschafft hatten aus dem Hostel rauszukommen, hoerten wir, dass fast alle Geschaefte am Sonntag geschlossen waren. Zum Glueck hatte der Supermarkt und der Obst- und Gemuesehaendler geoeffnet.
Die Stadt wirkte ziemlich ruhig und interessant.
Am naechsten Tag aenderte ich sofort meine Meinung. Die ganzen Strassen waren voll. Ueberall waren Autos, Laerm und Gestank. Douglas und ich erkundenten die Stadt. Als erstes wollten wir zum Cerro San Cristóbal gehen, von dem man mit einer Seilbahn nach oben fahren kann und die Stadt von oben anschauen kann. Als wir am Eingang ankamen, entschieden wir uns um, da es heute viel zu sehr bewoelkt war. Vielleicht wuerde der Himmel in den naechsten Tagen aufklaren?!? Deshalb schlenderten wir durchs Kuenstler- und Szeneviertel. Ueberall waren schoene und lustige Graffitis zu sehen. 















Es wirkte aber alles ganz friedlich und ruhig. Es muss etwas mit den Neuwahlen zu tun haben. Ich ging lieber etwas abseits und lief in der Stadt umher. Ich wollte mir die Sexy Stadt...
...in Ruhe anschauen.








An meinem vorerst letzten Tag in Santiago musste ich viele Besorgungen machen. Ich hatte mir ein Flugticket fuer Rapa Nui gekauft und wusste ueber die Lebensmittelpreise auf der Insel Bescheid. Deshalb kaufte ich fuer eine Wochen kiloweise Obst, Gemuese, Pasta und Wein ein. Erst zum Sunset...
...kam ich in meinem Hostel an. Dann begann das grosse Packen. Ich durfte alle Sachen im Hostel lassen, die ich nicht in der naechsten Woche benoetige. Kurz nach 7 Uhr am naechsten Morgen, setzte ich mich in die Metro und fuhr zum Bus, der mich zum Flughafen bringen sollte.

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